Seit dem 01.01.2015 gilt die Rauchmelderpflicht auch für alle bestehenden Wohnungen. Bereits seit dem 10.07.2013 sind diese für Neu- und Umbauten in Baden-Württemberg Pflicht.

Rauchmelder müssen in allen Aufenthaltsräumen vorhanden sein (z.B. Schlafzimmer, Kinderzimmer, Gästezimmer) sowie auf den Fluchtwegen (z.B. Flure) von diesen Räumen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Landesregierung von Baden-Württemberg.


Deutscher Feuerwehrverband warnt vor unsachgemäßem Umgang

Bessere Verletzungen, Verbrennungen, Knalltrauma: Aufgrund von Neugier und unsachgemäßem Umgang mit Feuerwerk werden jedes Jahr rund um Silvester Kinder und Jugendliche durch Böller verletzt. „So aufregend es sein mag, etwa auf der Straße gefundenes Feuerwerk mitzunehmen und erneut zu zünden, so gefährlich ist es!“, warnt Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, nach einem aktuellen Fall, bei dem es zu schweren Handverletzungen kam.

„Reden Sie mit Ihren Kindern über die Gefahren, die von Blindgängern oder nicht geprüften Knallkörpern ausgehen!“, appelliert der Experte. Erwachsene, die umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgehen, können als Vorbild so
manche schwere Verletzung verhindern.

„Beachten Sie vor allem, dass nur extra gekennzeichnetes Kleinstfeuerwerk wie Wunderkerzen für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geeignet und freigegeben ist“, erläutert Ackermann. Beim Gebrauch sind die Hinweise des Herstellers zu befolgen. Vor allem sollten Kinder keine Feuerwerkskörper in Jacken- oder Hosentaschen tragen.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband, Pressedienst

 

Gemütliche Abende mit Plätzchen und Kerzenschein: Die Adventszeit ist für viele Menschen eine Zeit der Besinnlichkeit. Damit diese nicht durch Brände überschattet wird, die durch Unachtsamkeit ausgelöst wurden, mahnt der Deutsche Feuerwehrverband zum sorgsamen Umgang mit Kerzen. Dadurch könnten zahlreiche Feuerwehreinsätze in der dunklen Jahreszeit vermieden werden.

 

Neun einfache Tipps der Feuerwehr helfen, Brände zu verhindern:

 

  • Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen (Geschenkpapier, Vorhang) oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.
  • Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder nicht gelangen können.
  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – vor allem nicht, wenn Kinder dabei sind. Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins!
  • Auch wenn man sie häufiger als sonst verwendet und griffbereit haben möchte: Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem kindersicheren Platz auf.
  • Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie heruntergebrannt sind: Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und wird zur Brandgefahr.
  • Achten Sie bei elektrischen Lichterketten darauf, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Die elektrischen Kerzen sollten ein Prüfsiegel tragen, das den VDE-Bestimmungen entspricht.
  • Wenn Sie echte Kerzen entzünden, stellen Sie ein entsprechendes Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher, Feuerlöschspray) bereit.
  • Wenn es brennt, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen (mit Ihrer Familie) die Wohnung und alarmieren die Feuerwehr mit dem Notruf 112.
  • Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. Die kleinen Lebensretter gibt es günstig im Fachhandel oder beim Versandhaus des Deutschen Feuerwehrverbandes.

 

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

 

 

Auch in diesem Jahr gibt es rechtzeitig zum Sankt Martinstag eine Bastelanleitung für eine spezielle Feuerwehrlaterne. Damit die kleinsten Freunde der Feuerwehr bei den anstehenden Umzügen ein passendes Motiv haben, wird ein Feuerwehrauto dargestellt.

 

Die detaillierte Bastelanleitung der Laterne finden Sie hier.

 

Quelle: Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg

 

 

Feuerwehr braucht bessere Rahmenbedingungen für das Ehrenamt

 

Bessere Rahmenbedingungen für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst forderte der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg bei seiner Jahresversammlung in Ettlingen. Die 500 Delegierten sprachen sich in Anwesenheit von Ministerpräsident Winfried Kretschmann auch für einen jährlichen Beitrag von 60 Millionen Euro seitens des Landes zur Finanzierung des Feuerwehrwesens aus.

Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg Dr. Frank Knödler rief das Land in Ettlingen zu verlässlichen Finanzierungszusagen auf. „Das Land muss jährlich 60 Millionen Euro für die Feuerwehren bereitstellen“. Er begründete dies mit gestiegenen Preisen und neuen Fahrzeug- und Gerätetechnologien. Der Verbandspräsident begrüßte gleichzeitig die Ankündigung von Regierung und Landtag, die Feuerschutzsteuer uneingeschränkt wieder für Feuerwehrzwecke zu verwenden. 2013 und 2014 hatte das Land mehrere Millionen Euro zur Sanierung des Landeshaushaltes aus der zweckgebundenen Feuerschutzsteuer entnommen.

Neben Ministerpräsident Winfried Kretschmann nahm auch Innenminister Reinhold Gall an den Versammlungen teil. Kretschmann unterstrich den hohen Stellenwert des Feuerwehrdienstes, der unentbehrlich für die Sicherheit der Menschen in Baden-Württemberg sei. In seiner Rede ging der Ministerpräsident auch auf die Arbeit des Landesfeuerwehrverbandes ein, die er ausdrücklich lobte. „Die Feuerwehren leisten außerordentlich wichtige Arbeit bei der Brandbekämpfung, dem Brandschutz und der Brandprävention. Bei ihren technischen Hilfeleistungen helfen die Heldinnen und Helden des Alltags ihren Mitmenschen, ohne viel Aufhebens darum zu machen - gerade bei der Flüchtlingsunterbringung ist ihr Einsatz unersetzlich. Nicht nur die Politik, sondern vor allem auch die Menschen im Land wissen diesen selbstlosen Einsatz sehr zu schätzen. Der Landesfeuerwehrverband ist also ein wirklicher Grundpfeiler der Sicherheit unseres Lebens.“

In Ettlingen stellte der Landesfeuerwehrverband sein Strategiepapier zur Förderung des Ehrenamtes vor. Dabei wies Knödler auf die Leistungen der Feuerwehren hin. „Die Gemeindefeuerwehren rücken jährlich zu etwa 100.000 Einsätzen aus. Dabei wurden im vergangenen Jahr 8.000 Menschen gerettet“. Durch das ehrenamtliche Engagement sei es den meisten Gemeinden im Land möglich, deren gesetzliche Pflichtaufgabe Feuerwehr ohne Personalkosten zu erfüllen.

Darum forderte Knödler die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden, in den Landkreisen sowie das Land auf, bei der Unterstützung des Ehrenamtes Feuerwehr auch neue Wege zu gehen. Knödler wies auf die Besonderheiten des Feuerwehrdienstes hin, der auch Gesundheit und Leben der Einsatzkräfte gefährden könne. „Das Ehrenamt Feuerwehr ist darum nicht vergleichbar mit anderen Ehrenämtern.“ Darum mahnte Knödler einen besseren Versicherungsschutz vor allem dann an, wenn Feuerwehrleute erkranken und keine Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung zu erwarten sind.

Knödler begrüßte die Zusage des baden-württembergischen Innenministeriums, eine Werbekampagne zur Unterstützung des ehrenamtlichen Feuerwehrdienstes zu starten. Auch die hauptamtlichen Feuerwehrkräfte bräuchten gute Rahmenbedingungen. Knödler sieht in der laufenden Dienstrechtsreform hierfür gute Ansätze.

 

Quelle: Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg, Pressemitteilung